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| Schafgarbe |
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(Garbenkraut, Garbewurz, Grensing, Gerwel, Gotteshand,
Grillenkraut, Judenkraut, Schafzunge, Achillenkraut,
Venusaugenbrauen, Jungfernaugenbrauenkraut, Saugkraut, Balsamgarbe,
Berufkraut, kleines Gliedkraut, Katzenkraut, Kelke, Rippel, Röhlke) |
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Die
bis zu 60 cm hohe, behaarte Schafgarbe zählt zur Familie der
Korbblütengewächse. Der rundliche Wurzelstock treibt im Frühling
Blattsprosse und aufrechte, erst im Blütenstand verzweigte Stängel.
Die Laubblätter sind schmal-lanzettlich, 2- bis 3-fach fiederteilig,
mit schräg zur Achse gestellten Abschnitten erster Ordnung. Die
Blätter sind in lanzettlich zugespitzte, 0,5-1 mm breite
Endabschnitte zerteilt. An den Blattsprossen sind die Blätter in
einer grundständigen Rosette angeordnet. Die 4-8 mm breiten
Blütenköpfchen stehen sehr zahlreich in einer flachen, doldenartigen
Rispe. Die eiförmige 3-4,5 mm lange Hülle wird von gelbgrünen,
hellbraun bis schwarzbraun, häutig berandeten Hüllblättern gebildet.
Die rein weiblichen Zungenblüten stehen zu 4-6 am Rand jedes
Köpfchens. Sie haben eine breit-eiförmige, dreizahnige Zunge und
sind weiß, seltener rosa bis karminrot. Außerdem besitzt jedes
Blütenköpfchen röhrige, schmutzigweiße Scheibenblüten mit einer
fünfzipfeligen Krone, Staubblättern und einem Fruchtknoten. Zwischen
den Blüten sitzen auf dem Köpfchenboden häutige Schuppen. Die
Fruchtknoten reifen zu länglichen, seitlich kurz geflügelten, bis 2
mm langen, silbergrauen bis gelblichen Früchten ohne Pappus. |
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Wirkung |
Die Arznei wirkt
choleretisch (die Gallenabsonderung in den Leberzellen anregend),
antibakteriell, adstringierend (zusammenziehend) und spasmolytisch
(krampflösend). |
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Anwendungsgebiete |
Bei Einnahme:
Appetitlosigkeit und dyseptische (Verdauungs-) Beschwerden wie
leichte, krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich; für
Sitzbäder bei Pelvipathia vegetativa (schmerzhafte Krampfzustände
psychovegetativen Ursprungs im kleinen Becken der Frau). Der frisch
gepresste Saft gilt als vorzügliches Blutreinigungsmittel, der die
körperliche Abwehrkraft stärkt. Man kann ihn auch auf schlecht
heilende Wunden, Geschwüre und wunde Brustwarzen aufbringen. Die
Schafgarbe ist eines der ältesten Heilpflanzen und schon bei Plinius,
Hippokrates und Dioscurides erwähnt. |
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Art der Anwendung |
Zerkleinerte
Droge für Aufgüsse sowie andere galenische Zubereitungen zum
Einnehmen und für Sitzbäder. Frischpflanzenpresssaft zum Einnehmen. |
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Besondere Hinweise |
Während des
Gebrauchs von Schafgarbe soll Wein und Kaffee gemieden werden, da
sonst starke Kopfschmerzen entstehen. Gegenanzeigen treten auf bei
Überempfindlichkeit gegen Schafgarbe und andere Korbblüter. |
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Wirkstoff/Droge |
Schafgarbenkraut, bestehend aus den frischen oder getrockneten, zur
Blütezeit geernteten oberirdischen Teilen von Achillea millefolium
LINNÉ s.l., sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
Schafgarbenblüten, bestehend aus den getrockneten Blütenständen
(Doldenrispen) von Achillea millefolium LINNÉ s.l., sowie deren
Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches
Öl und Proazulene. |
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